Binnendünen Altwarp

Während Ihres Urlaubs am Stettiner Haff, sollten Sie unbedingt einen Ausflug in das Fischerdorf Altwarp unternehmen. Am Ortsrand liegen die Binnendünen. Legen Sie sich in den Sand und genießen die Aussicht oder wandern Sie weiter bis in das Wacholdertal.

Das Naturschutzgebiet Altwarper Binnendünen, Neuwarper See und Riether Werder hat eine Größe von  1.460 Hektar. Es ist wurde durch die letzte Vereisung und die anschließend Jahrhunderte dauernde Abtauperiode geprägt. Die Dünen eröffnen schöne Blicke bis auf die polnische Seite nach Neuwarp (Nowe Warpno).

Die Dünenbereiche bei Altwarp bedecken Silbergras, Schaf-Schwingel, Blaugrünes Schillergras, Berg-Haarstrang und Karthäuser-Nelke. Auf den Dünen lebt die vom Aussterben bedrohte Kerbameise Formica foreli.

Die Dünen eröffnen schöne Blicke bis auf die polnische Seite nach Neuwarp (Nowe Warpno).
Es gibt ausgeschilderte Wanderwege und der Weg in des Wacholdertal ist ganz beonders zu empfehlen.

Das Gebiet wurde entscheidend durch die letzte Vereisung vor über 10.000 Jahren und die anschließende Jahrhunderte dauernde Abtauperiode geprägt. Die aus dem Uecker- und Randowtal fließenden Schmelzwasser stauten sich auf einer Länge von 35 Kilometer zu einem Haffstausee. Feinkörnige Beckensande setzten sich in mehrere Meter mächtigen Schichten ab, welche durch anschließende Windumlagerung zu den bis zu 15 Meter hohen Dünen bei Altwarp aufgeschichtet wurden. Südlich schließt ein vermoortes Niederungsgebiet an, welches heute als Überflutungsmoor mit bis zu zwei Metern mächtigen Torfschichten einen Großteil der Schutzgebietsfläche einnimmt. Die Flächen liegen nur knapp über dem Meeresspiegel und wurden regelmäßig vom Wasser des Oderhaffs überflutet. Die Wälder der Halbinsel Altwarp auf der Schmettauschen Karten aus dem Jahr 1780 entstanden durch Aufforstung im 18.Jahrhundert. Seit den 1930er Jahren erfolgte eine militärische Nutzung der Flächen. Der Übungsbetrieb wurde 1990 eingestellt. Zu DDR-Zeiten wurde ein Teil der Flächen zur landwirtschaftlichen Nutzung eingedeicht und wird durch drei Pumpwerke aktiv entwässert. Heute werden die Flächen extensiv beweidet.

 

Tier- und Pflanzenwelt

Seeseitig vorgelagert sind seggen- und binsenreiche Wiesen mit Breitblättrigem Knabenkraut, Kuckucks-Lichtnelke und Stranddreizack, die in einen ausgedehnten Schilfröhricht übergehen. Südlich und westlich der Dünen schließt ein Eichen-Niederwald mit wärmeexponierten Magerrasen an. Auf Mineralboden stockt aufgeforsteter Kiefernwald. Kleinflächig findens sich dazwischen Sauer-Zwischenmoore mit Schmalblättrigem Wollgras, Wassernabel und Torfmoosen. Hervorhebenswerte Brutvögel im Gebiet sind Seeadler, Neuntöter, Sperbergrasmücke, Bartmeise, Drosselrohrsänger, Karmingimpel und Kranich. Auf dem Riether Werden finden sich neben einer Lachmöwenkolonie zahlreiche Limikolen, wie Bekassine, Kampfläufer, Rotschenkel und Uferschnepfe. Der Fischotter lebt im Gebiet. (Quelle: wikipedia)