Samendarre Jatznick


Vom Zapfen bis zum Saatgut. Der Besuch  in der Samendarre Jatznick ist für die ganze Familie ein interessanter Erlebnisausflug.

Die Forstsamendarre Jatznick, ursprünglich zur Erzeugung von Kiefernsaatgut errichtet, verarbeitete später auch Zapfen anderer Nadelhölzer.

In der Schaumanufaktur wird Saatgut von Nadelbäumen mit historischen Geräten gewonnen.
Seit 1991 werden zusätzlich Samen von Laubbäumen, Sträuchern und auch Früchten aufbereitet.
Für die Stratifizierung und die Gewinnung von Laubholzsamen benutzt man zeitgemäße Technologien und Geräte.
Die gleichzeitige Saatgutgewinnung nach historischen und modernen Verfahren ist in Deutschland einmalig.

Das Leistungsangebot der Forstsamendarre Jatznick umfasst:
Darren, Aufbereiten und Lagern von Forstsaatgut für die Landesforstverwaltung;
Lohnklengen, Aufbereiten und Lagern von Forstsaatgut und Sträuchern für alle übrigen Kunden;
Stratifizieren von Baum- und Straucharten.
Der Begriff "DARREN" bedeutet trocknen, rösten oder dörren. Durch Wärmezufuhr wird den vorgetrockneten Zapfen Wasser entzogen: Die Schuppen öffnen sich und der Samen kann herausfallen.

Die Kiefer ist mit einem Anteil von über 50 % der typische Baum dieser Region. Die Gattung (Pinus) umfasst ca. 100 Arten. Die am häufigsten verbreiteten Arten sind die Waldkiefer (p. sylvestris) und die Schwarzkiefer (p. nigra). Die maximale Wuchshöhe beträgt, bei einem Stammdurchmesser von 50 bis 100 cm, 40 Meter. Die ältesten, bekannten Waldkiefern sind um 600 Jahre alt. Das forstliche Nutzungsalter liegt bei etwa 130 Jahren.
Kiefernholz ist weich, leicht spaltbar, harzig und witterungsbeständig.
Es wird zu Balken, Faser- und Spanplatten und Sperrholz und zu Zellstoff verarbeitet.
Das Harz wird als Grundstoff zur Herstellung von Kolophonium, Pech und Terpentin gebraucht.